22 Teilnehmer beim diesjährigen Bundesjugendtraining „Arbeit an der Hand – ein Gespräch zwischen Mensch und Pferd“ auf dem Münzenfelder Hof in Wurmberg

Dani Gehmacher, Svenja Braun und Ann-Katrin Manherz betreuten die jugendlichen Teilnehmer.

Gute Bodenarbeit bedeutet: Gute Erziehung und ist mehr als nur das Transportieren eines Pferdes von „A nach B“. Erziehen bedeutet Achtsamkeit, Vertrauen und Respekt aufbauen und erhalten. Vieles von dem, was wir uns vom Boden aus erarbeiten, lässt sich leicht in den Sattel übertragen. Neues lässt sich oftmals leichter erlernen und Schwierigkeiten lassen sich einfacher beheben. Die Bodenarbeit fördert eine tiefergehende, verständnisvollere Kommunikation zwischen Pferd und Mensch und hilft Vertrauen und Respekt aufzubauen. Vieles nimmt der Mensch von Boden differenzierter wahr und lernt so, pferdegerechter zu reagieren.

Unter Einsatz von Körpersprache, Stimmhilfe, Strick und Gerte (als Verlängerung des Armes) stellen wir zunächst Kommunikation und Konzentration her. Wir führen das Pferd in verschiedenen Positionen, lernen Ausweichmanöver erkennen und korrigieren, lernen den Unterschied zwischen zentriertem und nicht zentriertem Arbeiten kennen. Darauf aufbauend können wir mit verschiedenen Übungen beginnen, das Pferd vom Boden zu formen, seine Beweglichkeit und Tragkraft zu fördern und es besser auszubalancieren.

Kurz gesagt:  Wichtig und gut auch für Leute, die lieber reiten als zu Fuß gehen!

6 Jugendliche des IPFZ machten sich am 21.10. auf den Weg zum Münzenfelder Hof. Am Samstag 22.10.16 um 9 Uhr begann das Bundesjugendtraining mit einer kurzen Vorstellungsrunde in der sich erst die Trainer vorstellten und dann jeder Teilnehmer erzählte, welches Pferd er dabei hat und was er bisher schon an Bodenarbeit gemacht hat. Danach teilten Dani, Anki und Svenja die Gruppen ein. Vor jeder Trainingseinheit stand eine Demonstration in der Dani und Team vorführten wie und was sie beim Training erreichen wollen. Nach der Demonstration ging es in Kleingruppen zu den verschiedenen Trainern wo individuell auf das jeweilige Reiter/Pferd-Paar eingegangen wurde.

Für das leibliche Wohl sorgten Klaus Osterloh und sein Team wieder in hervorragender Weise für die Teilnehmer und deren Pferde. Es ist schön, dass das Münzenfelder Hof-Team die Lehrgänge des Landesverbandes so toll unterstützt und die Teilnehmer (und deren Eltern) sich so wohl fühlen können.

Samstagabend ging es gemeinsam in eine Pizzeria nach Wiernsheim zum gemütlichen Beisammensitzen und den Tag ausklingen lassen.

Auch am Sonntag startete der Tag um 9 Uhr mit einer kurzen Besprechung und einer praktischen Demonstration bevor es in den Gruppen wieder ans umsetzen des Gehörten ging. Nach dem Mittagessen gab es eine kurze Abschlussbesprechung, dann wurde nochmal in den Gruppen trainiert und nach den jeweiligen Stunden war die Aufbruchsstimmung groß – wurden doch zum Teil weite Strecken für das Training auf sich genommen.

Manchmal ist weniger mehr und manchmal muss man einen Schritt zurückgehen – dass ist das, was die Jugendlichen am Ende des Wochenendes mit nach Hause nehmen und hoffentlich mit in die tägliche Arbeit mit dem Partner Pferd einbringen können.

Vielen Dank an den Landesverband, der diese tollen Fortbildungen unseren Jugendlichen ermöglicht und herzlichen Dank an Dani und Team für ihre super Arbeit.

Michaela Bucher, IPFZ Oberschwaben

Über Gundula Duerr

Stellv. Kassier Islandpferde-Oberschwaben e.V. Mitgliederverwaltung
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